1999 Gursky: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 5. Oktober 2020, 10:33 Uhr

1999 Gursky Zitat und Originalbild.PNG

Fotozitat

004 Cartier Bresson Gare St Lazare HSRM.JPG

#wiesbaden

  1. rhein
  2. grün
  3. blau
  4. spätdran | #bingleichda | #schnellzurvorlesung | #pünktlich

XXX [2]. Sechs unterschiedliche Bücher wurden aufeinandergestapelt und fotografiert. Die Farbabfolge und die Dicke der Bücher ähnelt den Farbabschnitten der Fotografie „Rhein II“. Die Titel der Bücher haben allesamt einen Bezug zu Wiesbaden, dem Rhein oder ähnlichen lokalen Örtlichkeiten.

Originalfoto

004 Cartier Bresson Gare St Lazare.jpg

#rhein

  1. grün
  2. blau
  3. GareSaint-Lazare | #sprung | #alltagsmoment | #schwarzweiß

Besitznachweise

• Christie’s - „Rhein II“, signed 'Andreas Gursky' (on a paper label affixed to the backing board), chromogenic color print face-mounted to Plexiglas, image: 73 x 143 in. (185.4 x 363.5 cm.), Executed in 1999. This work is number one from an edition of six. https://www.christies.com/lotfinder/photographs/andreas-gursky-rhein-ii-5496716-details.aspx • MoMA, New York - https://www.moma.org/collection/works/88067 • Pinakothek der Moderne, München - https://www.sammlung.pinakothek.de/de/bookmark/artwork/5RGQejb8Gz • Tate Modern, London - https://www.tate.org.uk/art/artworks/gursky-the-rhine-ii-p78372

Beschreibung

XXX [2] Die Farbfotografie von Gursky zeigt die Ansicht auf einen Fluss. Zusammen mit dem graublauen Himmel, den grünen Wiesen und dem grauen Weg sind die einzelnen Abschnitte als einfarbige Blöcke zu erkennen, die horizontal in unterschiedlichen Weiten aufeinanderfolgen. Keine anderen Elemente stören diese klare Abtrennung der Farbbereiche.

Fotograf

Andreas Gursky wurde 1955 in Leipzig als Sohn eines Fotografen geboren. Gursky studierte von 1978 bis 1981 in Essen Visuelle Kommunikation. Neben anderen Fotografen der sogenannten Becher-Schule gehörte er in den 80er Jahren zu den Ersten, die ihre Fotos durchweg auf „museale“ Größe brachten. Mit „Rhein II“ erschaffte er eine Fotografie, die 2011 als damals teuerstes Bild der Welt verkauft wurde. [3]

Hintergrund und Entstehung

XXX [4] Das Originalfoto ist 185,4 x 363,5 cm groß, wurde 1999 am Oberkasseler Rheinufer aufgenommen und gehört zu einer Reihe von sechs Fotografien des Rheins. Die Aussicht faszinierte ihn nach eigenen Aussagen bereits lange vor der Aufnahme bei seinen Joggingrunden. Die Vorbereitungszeit betrug 1,5 Jahre, unter anderem da die Wellenbewegungen und die entsprechende Windrichtung und die Farbe des Himmels zur gleichen Zeit seinen Vorstellungen entsprechen mussten. Er selbst gab an, dass er ein Bild in seinem Kopf festhalten wollte, das sich mit gegebener Realität nicht umsetzen ließ. Daher entfernte er in seiner finalen Aufnahme digital alle für ihn störenden Elemente wie das Kraftwerk im Hintergrund oder spazierende Passanten. [5] [6] [7]

Analyse

Die Fotografie lässt sich in wenige, klar abgetrennte Abschnitte unterteilen. Durch die digitale Entfernung der störenden Elemente wird eine Stimmigkeit des Bildes in sich erreicht, die einer Idealvorstellung eines Flusses entspricht, jedoch nicht der Realität. Die Fotografie zeigt Gurskys Hang zur Abstraktion, mit der er Bilder auf wenige Elemente oder deutlich abgegrenzte Flächen reduziert und so einen ansprechenden Kontrast erstellt. [8]

Wirkung und Rezeption

„Rhein II“ wurde 2011 mit einem Verkaufspreis von 4,3 Millionen Dollar zur teuersten Fotografie der Welt. 2014 rückte es auf Platz 2.Referenzfehler: Für ein <ref>-Tag fehlt ein schließendes </ref>-Tag.

• „Viele Gursky-Werke funktionieren wie ein Mikroskop: Was eben noch vertraut und klar geordnet schien, führt in der Naheinstellung ein überraschend wimmeliges Eigenleben.“ Hanno Rauterberg (2012) in: Zeit Online, Fotografie: Gursky, Gursky über allem, von http://www.zeit.de/2012/04/Gursky • „Mit seinen monumentalen Fotografien gilt Andreas Gursky wie kaum ein anderer zeitgenössischer Künstler als Diagnostiker der Globalisierung. Sein Instrument: eine neue Bildsprache, deren Ausdrucksfülle stets in Zusammenhang mit der Abstraktion und der digitalen Bildbearbeitung gesehen wird.“ Eva Witzel (2011) in: Die Konstitution der Dinge, Phänomene der Abstraktion bei Andreas Gursky

Zitate von Andreas Gursky

„XXX“ XXX[9]

• „Meine Bilder sind immer von Zwei Seiten komponiert. Sie sind aus extremer Nahsicht bis ins kleinste Detail lesbar. Aus der Distanz werden sie zu Megazeichen.“ https://retrospektiven.wordpress.com/2016/07/19/andreas-gursky-nicht-abstrakt-im-k20-duesseldorf/ • „Meine Fotos sind nicht abstrakt. In letzter Instanz sind sie immer identifizierbar. Die Fotografie kann sich nicht vom Gegenstand lösen (…). Kunsthistorisch betrachtet bedeutet die Abstraktion eine Entfernung vom Gegenstand.“ https://retrospektiven.wordpress.com/2016/07/19/andreas-gursky-nicht-abstrakt-im-k20-duesseldorf/ • „Was mich schlussendlich interessiert, ist nicht, Wirklichkeit zu erfinden, sondern die Wirklichkeit an sich. Sie hervorzuheben, zu akzentuieren erscheint mir dabei legitim. Ich versuche dabei, kein Bild so aussehen zu lassen, als sei es bearbeitet worden (…) und doch war nichts so, wie es hier erscheint. Diese Bilder sind vollkommen künstlich.“ https://www.whitewall.com/de/mag/zitate-deutscher-top-fotografen • „Alle meine Bilder beruhen auf einer direkten visuellen Erfahrung, aus der ich eine Bildidee entwickle, die im Atelier der Prüfung ihrer Bildwürdigkeit unterzogen und schließlich am Computer ausgearbeitet und präzisiert wird" https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/kunstmarkt/gursky-ausstellung-in-duesseldorf-gursky-ich-gehe-mit-offenen-augen-durch-die-welt/7165300-2.html?ticket=ST-11996832-ctPTbPFxYvtVhYzeuddt-ap3

Literatur

  • XXX

• fixthephoto.com (2017): Die teuersten Fotografien der Welt. https://fixthephoto.com/blog/deutsch/die-teuersten-fotografien-der-welt.html, zuletzt aktualisiert am 07.07.2020, Abruf am 07.07.2020. • Heine, F./ Finger, B. (2016): 50 zeitgenössische Fotografen, die man kennen sollte. München, London, New York: Prestel. • Israel, M. (2017): The big picture. • Onkelbach, H. (2011): Foto ist 3,1 Millionen Euro wert: Gursky und sein Bild vom Rhein. https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/kultur/gursky-und-sein-bild-vom-rhein_aid-13155647, Abruf am 07.07.2020. • Tate (2020): ‘The Rhine II’, Andreas Gursky, 1999 | Tate. https://www.tate.org.uk/art/artworks/gursky-the-rhine-ii-p78372, Abruf am 07.07.2020.

Videobeiträge auf YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=kD3mSVOaXTs „ANDREAS GURSKY - nicht abstrakt / Kunstsammlung NRW“, iksmedienarchiv, 30.08.2016

Kommentiertes Linkverzeichnis

[3] Wikipedia-Eintrag über Andreas Gursky • [4] Wikipedia-Eintrag über die Becher-Schule, auch Düsseldorfer Photoschule genannt • [5] Wikipedia-Eintrag über Rhein II • [6] Zeitungsartikel über Rhein II • [7] Kurze Biografie und Beschreibung einiger Bilder von Gursk • [8] Beschreibung Rhein II • [9] Artikel über die teuersten Fotografien der Welt • [10] Zeitungsartikel über Gursky • [duesseldorf/ Artikel über eine Ausstellung der Werke von Gursky im K20 der Kunstsammlung NRW, Düsseldorf • [11] Zitatsammlung deutscher Fotografen • [gursky-ich-gehe-mit-offenen-augen-durch-die-welt/7165300-2.html?ticket=ST-11996832-ctPTbPFxYvtVhYzeuddt-ap3 Artikel über Gursky anlässlich einer Ausstellung seiner Werke im Düsseldorfer Museum Kunstpalast • [12] Besitznachweis bei Christie‘s • [13] Besitznachweis des MoMA • [14] Besitznachweis der Pinakothek • [15] Besitznachweis des Tate

Quellen