1919 Watkins: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine [https://logoshop.hs-rm.de/accessoires/tasse rote Tasse] mit dem Logo der [http://hs-rm.de Hochschule RheinMain] steht in einem Waschbecken. Dieses Waschbecken befindet sich in einem Waschraum der [https://www.hs-rm.de/de Hochschule] in Wiesbaden. In diese Tasse läuft frisches Wasser aus dem Wasserhahn. Das Fotozitat hält den Augenblick der Alltagssituation fest, dass sich die Studierenden in den Vorlesungspausen ein wenig Wasser zum Trinken nachfüllen.
 
Eine [https://logoshop.hs-rm.de/accessoires/tasse rote Tasse] mit dem Logo der [http://hs-rm.de Hochschule RheinMain] steht in einem Waschbecken. Dieses Waschbecken befindet sich in einem Waschraum der [https://www.hs-rm.de/de Hochschule] in Wiesbaden. In diese Tasse läuft frisches Wasser aus dem Wasserhahn. Das Fotozitat hält den Augenblick der Alltagssituation fest, dass sich die Studierenden in den Vorlesungspausen ein wenig Wasser zum Trinken nachfüllen.
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  2000 Höfer Zitat.PNG|[https://fotozitate.info/2000_Höfer 2000 Höfer]
 
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Aktuelle Version vom 24. Mai 2021, 16:25 Uhr



1919 Watkins Zitat und Originalbild.PNG
Ein Projekt von Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik, Hochschule RheinMain, Wiesbaden

Fotozitat

#kaffetasse | #wasser | #wasserhahn | #durstig | #alltagsmoment | #hochschulerheinmain | #hsrm | #projekt | #fotozitate

Eine rote Tasse mit dem Logo der Hochschule RheinMain steht in einem Waschbecken. Dieses Waschbecken befindet sich in einem Waschraum der Hochschule in Wiesbaden. In diese Tasse läuft frisches Wasser aus dem Wasserhahn. Das Fotozitat hält den Augenblick der Alltagssituation fest, dass sich die Studierenden in den Vorlesungspausen ein wenig Wasser zum Trinken nachfüllen.

Fotozitate-Storytelling

Originalfoto

#watkins | #milchflasche | #wasser | #wasserhahn | #stillleben | #design | #schwarzweißfotografie

Besitznachweise

Horace W. Goldsmith Fund, 84.77, The Crysler Museum of Art's collection[1]

Beschreibung

Das Foto von Margaret Watkins aus dem Jahr 1919 „Milchflasche“ zeigt eine durchsichtige Milchflasche, die in einem Waschbecken steht und im Moment Wasser aus dem darüberliegenden Wasserhahn hineinfließt. Des Weiteren spiegelt sich der Wasserhahn sowie die Milchflasche im Rand des Waschbeckens.

Fotografin

Margaret Watkins wurde im Jahr 1884 in Hamilton, Kanada geboren und im Jahr 1969 in Glasgow, Vereinigtes Königreich gestorben. Watkins wuchs im 19. Jahrhundert auf und lebte einen rebellischen Lebensstil, da es zu ihrer Zeit sehr verpönt war, dass eine Frau arbeiten geht und eine Karriere anstrebt. Nichtsdestotrotz war Watkins eine erfolgreiche Karrierefrau und thematisierte die Erotik und den Feminismus in ihrer Kunst. Bereits im Alter von 15 Jahren verkaufte sie im Kaufhaus ihres Vaters ihre eigenen Werke. Im Jahr 1908 zog es sie in die USA und sie begann dort, Fotografie zu lernen. Einige Jahre später bekam sie einen Job als Fotografin in New York und begann auch an der Clarence H. White Summer School für Fotografie in Maine zu studieren. Von 1916 bis 1928 unterrichtete Watkins auch an dieser Schule. Unter anderem eröffnete sie ihr eigenes Fotostudio in New York und wurde 1920 Herausgeberin der jährlichen Publikation "Pictorial Photography" in Amerika. Ferner arbeitete sie als erfolgreiche Werbefotografin. Zu ihren Schwerpunkten gehörte die Themen "Landschaft", "Porträts", "Akte" und "Stillleben". Watkins war eine der ersten Kunstfotografinnen in der Werbung und setzte ihre Bilder von Alltagsgegenständen neu in Szene, um mehr Akzeptanz zu erreichen. Später begann sie auch in Russland, Deutschland und Frankreich mit der Straßenfotografie und spezialisierte sich auf Ladenfronten und Displays.

Hintergrund und Entstehung

Der Originaltitel der Fotografie lautet „Milk bottle in sink“. Bei dieser Fotografie handelt es sich um das Genre der Stillleben-Fotografie. Bei diesem Stil wird die Darstellung von leblosen Objekten oder kleinen Gruppen von Objekten in den Vordergrund gerückt. Hierbei gibt es dem Fotografen viel Spielraum bei der Anordnung der Designelemente und auch die Beleuchtung und Rahmung spielen eine wichtige Rolle. Es kann sich bei Stillleben-Fotografie zum Beispiel um folgende Fotografien handeln: Tischfotografie, Produktfotografie, Lebensmittelfotografie, Fundobjektfotografie oder Ähnliches. Weitere Beispiele für Motive eines Stilllebens können künstliche Objekte wie Töpfe, Vasen, Konsumgüter, Kunsthandwerk oder auch natürliche Objekte wie Pflanzen, Lebensmittel oder Steine sein. Wichtig ist hierbei die Auswahl der zu arrangierenden Objekte und die Beleuchtung des Motivs.

Analyse

Das ausgewählte Motiv von Watkins in dieser Fotografie ist eine durchsichtige Milchflasche. Diese wurde so arrangiert, dass sie direkt unterhalb des Wasserhahns in einem Waschbecken steht. Der Wasserhahn wurde vor dem Moment der Aufnahme aufgedreht, sodass zu sehen ist, dass das Wasser direkt in die Milchflasche läuft. Das Motiv wurde sehr stark ausgeleuchtet, da sich der Schatten der Milchflasche und des Wasserhahns unmittelbar an der Wand des Waschbeckens spiegeln. Diese Spiegelung ist fast identisch mit den Objekten selbst, so dass es den Anschein hat, als ob hinter der Flasche und dem Hahn ein Spiegel angebracht wäre.

Wirkung und Rezeption

alternative Beschreibung
© Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik
Projekt "Fotozitate" (2021)

Margaret Watkins hat mit dieser Fotografie bewiesen, dass sie alltägliche Objekte gekonnt in Szene setzen kann. Aus einem gewöhnlichen Moment mit einem gewöhnlichen Objekt hat sie durch die hohe Beleuchtung ein ungewöhnliches Kunstwerk erschaffen.

Auktionspreise

  • 12,500$ bei Sotheby's (21,5 x 16,5 cm) [2]

Zitate über das Originalfoto

„Margaret Watkins war eine Fotografin von Porträts und Landschaften, Stillleben, Straßenszenen und Werken früher Werbe- und Werbedesigns.“[3]

„Sie nannte sich selbst 'pingelig' (Watkins' Verstand war ständig am Werk), aber es waren die pingeligen Besonderheiten ihrer Fotografie - ihre Anspruchsvollheit, Auflösung und Integrität - und jeder Aspekt, wie sie die Welt betrachtete und was sie mit ihr machte, die ihre fotografische Arbeit zu allem machten.“ [4]

Zitate von Margaret Watkins

„...nackte mechanische Gegenstände offenbarten eine ungeahnte Würde; alltägliche Gegenstände zeigten Kurven und Winkel, die sich mit dem variierenden Muster einer Fuge wiederholen ließen. Der verständnisvolle Fotograf sah, hielt inne und ergriff seine Kamera!“ 1926[5]

„Ich kann mich nicht durch ein Geschäft schamlos durchsetzen, wie es so viele tun, und ich habe auch nicht die süßlich kätzchenhafte Fähigkeit, den Bürobond-Mann zu vampirisieren, und Sie wären erschrocken, wenn Sie wüssten, wie sehr die angeblich seelenlose und unpersönliche Welt des Handels von diesen beiden Extremen beherrscht wird. Doch die Kritiker sind scharf auf meine Arbeit, sowohl in handwerklicher Hinsicht als auch in Bezug auf Originalität, und wenn ich mit den richtigen Leuten zusammenarbeite, kann ich eine verdammt gute Arbeit abliefern.“ [6]

Literatur

  • Lori Pauli, Margaret Watkins (2012): Margaret Watkins: Domestic Symphonies, National Gallery of Canada.
  • O'Connor, Mary Elizabeth; Tweedie, Katherine (2007). Seduced by modernity the photography of Margaret Watkins. Montreal: McGill-Queen's University Press. p. 45.


Videobeiträge aus YouTube

Quellen